Trier ehrt frauenfeindlichen, asozialen Antisemiten und Rassisten

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„Thoren und gescheite Leute sind gleich unschädlich. Nur die Halbnarren und Halbweisen, das sind die gefährlichsten.“

—Johann Wolfgang von Goethe

TRIER. Am heutigen Samstag ist im rheinland-pfälzischen Trier ein seelisch gestörter Rassist, Antisemit und Frauenfeind geehrt worden. „Die Stadt Trier ist stolz auf seinen größten Sohn, der wie kein anderer Intellektueller die Arbeiterklasse so sehr verachtet hat“, sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) auf einer Gedenkfeier vor Hunderttausenden Besuchern aus der ganzen Welt.

Der Geehrte war vor 200 Jahren als Sohn eines sehr wohlhabende Advokaten, kultivierten Juden, gottgläubigen Voltarianers geboren worden, der sich vom lutheranischen preußischen Divisionspfarrer hatte taufen lassen. Anschließend besuchte Triers größter Sohn das Gymnasium und studierte dann an den Universitäten Bonn, Berlin und Jena Philosophie, nachdem er auf Wunsch seines Vaters zunächst ein Jurastudium begonnen hatte.

Sein Vater überwies ihm reichlich Geld, das er bis zum letzten Heller ausgab. Dennoch fühlte er sich als „zerrissener Mensch“, wie er seinem Vater mehrfach schrieb. Dieser rügte ihn dafür: „Offenherzig gesprochen, mein lieber Karl, ich liebe dieses moderne Wort nicht, worin sich alle Schwächlinge hüllen, wenn sie mit der Welt hadern, daß sie nicht ohne alle Arbeit und Mühe wohl möblierte Paläste mit Millionen und Equipagen besitzen.“

Bereits als junger Kerl litt der Mann an einer Mischung aus Größenwahn und Rachsucht gegen die Welt, weil die ihm nicht alle Annehmlichkeiten und unendliche Hochachtung entgegenbrachte. Da er kein religiöser Mensch war, verfiel er wenig überraschend in Egozentrik und Zerstörungswut, die er dichterisch ausdrückte.

Im „Lied eines Schiffers auf der See“ schrieb der Trierer:

Das schwur ich tief im Herzen
Bei der Wellen blau und naß,
An euch zu rächen die Schmerzen,
Euch zu peitschen ohn’ Unterlaß:
Ihr möget spielen, ihr möget schlagen
Und hüpfen um meinen Kahn,
Ihr müßt ihn zum Ziele tragen,
Ihr seid mir untertan.

Trotzdem war der neurotische Bücherwurm auch ein Genießer und, obwohl später in größter Armut lebend, ein angehender Alkoholiker und Kettenraucher, weshalb er schließlich an Lungenkrebs erkrankte. Zudem war der Geehrte ein modischer Kleidernarr, der ein Monokel trug. Früh verlobte er sich mit einer sehr hübschen, intelligenten, adeligen preußischen Offizierstochter, deren Halbbruder Ferdinand später königlich-preußischer Innenminister wurde.

Entgegen allen Mythen und Gerüchten war sein Leben eingebettet in Großbürgertum und Großindustrie, katholische Kultur, Aufklärung, Aristokratie und jüdische Tradition. Mit dem „Proletariat“ verband ihn menschlich nichts – nur ideologisch fühlte er sich mit ihm verkettet.

Das Elend der Arbeiterschaft interessierte ihn nicht, er war völlig mitleidlos. Das bemerkte auch sein Vater, der ihm einmal schrieb, daß er, Karl, bei all seiner Begabung kein Herz habe. Trotz der Kritik seines Vaters liebt er ihn sehr, jedoch nicht seine Mutter, die er wie die meisten anderen Menschen verachtete.

Die Bauern, die sich der „Idiotie des Landlebens“ ergaben, verachtete er genauso wie die Arbeiter. In seinem 8.000 Seiten umfassenden Briefwechsel mit seinem einzigen guten Freund schrieb der höchst bürgerliche Trierer „Klassenkämpfer“ nie von Arbeitern, sondern stets von „Knoten“ oder „Straubingern“, wobei man dazu anmerken muß, daß er für das ganze „Menschengesindel“ kein gutes Wort fand.

Die Demokraten bezeichnete er als Hunde, die Liberalen als Lumpen. Der Dichter Heinrich Heine, der den Spitzbuben aus Trier gut kannte und ihn durchschaute, nannte ihn einmal einen der „gottlosen Selbstgötter“. Diese Haltung schlug sich auch in seiner Kunst nieder. Der heute Geehrte war, wie später auch ein Aquarellist aus Braunau, ein verhinderter Künstler.

In seinem Dramenfragment „Oulanem“ geht es um einen nihilistischen Übermenschen. Volkswirtschaftlich war er aber ein Amateur, was dazu führte, daß seine Anhänger später einen arbeiterfeindlichen Staatskapitalismus organisierten, der die bürgerliche Herrschaftsschicht durch eine viel erdrückendere Parteibürokratie ersetzte. Winston Churchill formulierte nicht ohne Witz, daß die freie Wirtschaft die ungleiche Verteilung des Reichtums, der Sozialismus aber die gleiche Verteilung der Armut begünstige.

Der Trierer war durch und durch Materialist. Religionen waren für ihn etwas, das aus Verdauungsstörungen resultierte. Der Mensch war für ihn bestenfalls ein „höheres (?)“ Tier. Es war deshalb auch kein Wunder, daß Regime, die sich bewußt oder unbewußt auf den verhinderten Dramaturgen beriefen, ihre Untertanen wie Dreck behandelten und sie notfalls wie Ungeziefer vernichteten.

Der studierte Philosoph war zudem ein knallharter Antisemit. Den deutschen Arbeiterführer Ferdinand Lassalle verspottete er als „Knotenheiland“, „Baron Itzig“ oder „jüdischen Nigger“. Wie später der „Stürmer“ theoretisierte, glaubte er, einer der zwölf Stämme Israels bestünde aus Schwarzen. Hämisch spottete er über Lassalles gekräuselte Haare. Seine Hetzschrift über die jüdische Frage endete mit dem Satz, daß nicht die Juden, die nur dem „Schacher“ ergeben seien, emanzipiert gehörten, sondern die Menschheit von den Juden.

Auch sein Frauenbild war eines, das bei den heutigen Neubürgerlichen in Berlin-Friedrichshain Verachtung hervorriefe. Seine Frau betrog er regelmäßig, und zwei seiner drei Töchter endeten durch Suizid. Frauen, sagte er, sollten als Minderwertige „bevormundet“ werden.

Ausgeprägt war dagegen sein Geschlechtstrieb. Er vertiefte sich gern in  pornographische Zeitschriften und verführte seine Haushälterin. Die gebar schließlich ein Kind von ihm, dessen Vaterschaft allerdings sein großindustrieller Freund übernahm, der dieses Geheimnis erst am Totenbett preisgab.

Als Ernährer der Familie war der neurotische Spitzbube ein Versager. Er drückte sich vor dem Artikelschreiben, weshalb dies ebenfalls sein Kumpan übernehmen mußte. Seine Familie war regelmäßig verschuldet, sein einziger ehelicher Sohn starb als Kind, vermutlich weil der Vater kein Geld für einen Arzt auftreiben konnte.

Diese Meldung – Sie ahnen es – ist erfunden. Was nicht erfunden ist, sind allerdings die Informationen über den genannten Großbürger namens Karl Marx, dem heute, an seinem 200. Geburtstag, ein von China gesponsertes Denkmal in Trier errichtet wird.

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Der wahltiroler Publizist und Universalgelehrte Erik von Kühnelt-Leddihn merkte vor fast zwanzig Jahren an: „Man muß sich also fragen, wieso dieser furchtbare Mensch geschichtlich eine so ungeheure und ungeheuerliche Rolle spielen konnte, die noch immer nicht ausgespielt ist. Marx hat eine Ideologie hervorgebracht, die im Menschen primär einen Homo oeconomicus, ein rein wirtschaftliche bestimmtes und bedingtes Wesen sieht, doch gerade von der Volkswirtschaft verstand dieser ökonomische Dilettant herzlich wenig.“

Bislang kostete seine fausse idée claire – die klare, aber falsche Idee, die bei schlichten Geistern schnell Begeisterung hervorrief – über 120 Millionen Menschenleben. Dennoch glauben heute Millionen an ihn. Laut Kühnelt-Leddihn spielt aber noch ein zweiter gewichtiger Grund eine Rolle, warum der Marxismus trotz alledem so viele Anhänger findet: der Neid.

Dessen Massenmobilisierung sei immer „das wichtigste Aktionsprogramm der Linken“ gewesen. Mit Marx sei der Neid auch erfolgreich weltweit internationalisiert worden!
„Der marxistische Sozialismus ist summa summarum eine von einem weltfremden und seelisch gestörten Intellektuellen produzierte, im Endeffekt arbeiterfeindliche Doktrin. Sie würde Gewerkschaften überflüssig mache und sollte daher gerade von Gewerkschaftlern nie unterstützt werden. Nur die Kuh der freien Wirtschaft läßt sich melken, die des Staatskapitalismus hat nur Hörner aber keine Euter!“

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Author: Lukas Steinwandter

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